X-Raptor ist einerseits als Unternehmensplanspiel konzipiert, andererseits als Aktionsspiel. Das Spiel soll deutlich machen, wie in einer Produktion mit verschiedenen Produktionsschritten alle Einheiten zusammenspielen müssen, um zu einem optimalen Ergebnis zu kommen.
Sinnbildlich wurden als Rohstoffe, bzw. Fertigprodukt verschiedenfarbige Tischtennisbälle gewählt, die – mittels Pressluft durch Rohre geschossen – bestimmte Aufgaben erfüllen müssen. Die gesamte Produktionsanlage besteht aus 8 Modulen, die jeweils einer Produktionsphase zugeordnet sind. Z.B. Vorbehandlung der Rohstoffe, Verarbeitung und Qualitätskontrolle mit Aussortierung der fehlerhaften Produkte.Jedes Modul besteht aus einem Rahmen von 2x2 Metern, in dem mit Muffen und Stativklemmen Rohre, Winkelstücke und Sonderkomponenten befestigt werden können.
Jedes Modul verfügt über einen „Annahmepunkt“, an dem die Produkte (Tischtennisbälle) ins Modul kommen und einen „Übergabepunkt“, an dem die Produkte ins nächste Modul gegeben werden. Annahme und Übergabepunkt sind in ihrer Position exakt definiert; zwischen diesen beiden Punkten können Rohre und Winkelstücke beliebig angebracht werden. An jedem Annahmepunkt wird ein Bauteil angebracht, mit dem Druckluft von einem Kompressor ins System eingespeist werden kann.Ein wesentlicher Aspekt bei nahezu jedem Modul besteht darin, dass nicht nur eine bestimmte Aufgabe gelöst werden, sondern mittels eines Regulators die Druckluftmenge variiert werden muss.
Im Spiel gibt es mehrere Projektteams, die jeweils die Verantwortung für das Funktionieren eines bestimmten Moduls haben. Jedes Team bekommt eine Aufgabenstellung und abgezähltes Baumaterial. Die Aufgabe bei einem der ersten Module lautet zum Beispiel, dass ein Tischtennisball in einem senkrechten Rohrstück 3 Sekunden lang in der Schwebe gehalten werden muss, bevor er an das nächste Modul abgegeben werden darf. Eine weitere Aufgabe besteht darin, dass ein Tischtennisball auf ein Prallbrett geschossen werden muss und von dort aus in einen Trichter, der zum nächsten Modul führt. Eine andere Aufgabe besteht darin, dass im Modul rote von blauen Tischtennisbällen getrennt werden.
Die Aufgabe besteht für die Teams nicht nur darin, einen funktionierenden Produktionsabschnitt zu konzipieren und zu bauen, sondern auch so zu arbeiten, dass möglichst wenige Tischtennisbälle verloren gehen, was einer Produktion mit hohem Ausschuss entspräche.
Zusätzlich zu den Teams gibt es ein Projektleitungsteam, das Konzeption und Bau überwacht, Hilfestellung gibt und bei Bedarf zusätzliches Baumaterial verteilt. Jedes Team arbeitet getrennt von allen anderen an seinem Modul. Nach einer festgelegten Zeit werden die Module technisch abgenommen und überprüft, ob sie das leisten, was sie laut Aufgabenstellung leisten sollen. Erst dann werden alle Module zusammengestellt und zu einer kompletten Produktionsanlage kombiniert.
Das Planspiel wurde erstmalig 2011 auf der Hannover Messe vom Auftraggeber eingesetzt. Teilnehmer waren Besucher, die sich zuvor angemeldet hatten. Später soll das Planspiel an Fachhochschulen eingesetzt werden und so spielerisch einen Einstieg in die Ausbildung zum Ingenieur vermitteln. Aus diesem Grund wurde das Spiel von vornherein so konzipiert, dass alle Bauteile unproblematisch transportiert und aufgebaut werden können.
Das Planspiel wurde von UCS Ulrich Creative Simulations in Zusammenarbeit mit Spieltrieb GbR und ask konzipiert und gebaut.
Mehr Infos, Bilder und Videos zum Spiel finden sich hier.
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