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Wie bereits geschrieben, sollte unser Spiel Eynsteyn im letzten Jahr zum 12-jährigen Spieltrieb-Jubiläum erscheinen. Denn kaum ein anderes Spiel hat unsere eigene Entwicklung so kontinuierlich begleitet wie dieses. Wir können uns kaum an die vielen unterschiedlichen selbstgebastelten Varianten von Eynsteyn erinnern. Mal mit einem Spielplan aus Filz, dann wieder aus simplem Fotokarton in einer dreieckigen Verpackung. Unzählige Spielsteine haben wir erst mit Sprühkleber aufgezogen und dann mit dem Cutter fein säuberlich ausgeschnitten. Vor einigen Jahren wurden sogar 6 Spiele aus richtigem Stein mit massiven Spielplänen aus Sandstein oder Granit hergestellt. Auch sie fanden ihre Abnehmer. Eynsteyn war und ist zwar ein einfaches, aber durchaus komplexes taktisches Spiel, das bei jedem Erscheinen Freunde fand.
Den Wunsch, dieses Spiel richtig gut zu produzieren, hatten wir schon lange. Und nun ist es endlich so weit. Eynsteyn wird es in einer spieltrieb-grünen Jubiläumsversion in einer limitierten Auflage von 1.200 Stück geben.
Zum Spiel: Eynsteyn ist, so denken wir zumindest, eins der so genannten „Connection-Games“ – Cameron Browne schreibt allerdings in seinem Buch „Connection Games“ (A K Peters, Wellesley MA, 2005), dass es das nicht sei, weil sich der Linienverlauf im Spiel durchaus ändern kann.
Sei´s wie es ist.
Im Spiel versuchen zwei Spieler, ihre beiden Spielfeldränder mit einer durchgehenden Linie zu verbinden. Die Linie wird mit quadratischen Spielsteinen gebildet, die Kombinationen von Geraden und Viertelkreisen zeigen. Die Linien können zusammengelegt wilde Schnörkel und Schleifen auf dem Spielplan bilden – Hauptsache bleibt, es entsteht eine Linie, die zwei Spielfeldränder verbindet. Wer seine Linie zuerst komplett hat, gewinnt.
So weit so gut. Der Unterschied zu anderen „Connection-Games“ ist, dass es nur eine Linienfarbe gibt. Es ist also nicht eindeutig, wem welche Linien gehören. Bei Eynsteyn ist durchaus möglich, Teile der Linie des Gegners mit zu benutzen und sozusagen parasitär von der Arbeit des Gegners zu profitieren. Im Gegenzug ist es mitunter problematisch, dem Gegner die Linie zu blockieren, weil man sich damit eventuell seine eigene Linie zerstört.
Bis hierhin wäre Eynsteyn auch für Cameron Browne ein richtiges „Connection-Game“. Allerdings dürfen bei Eynsteyn bis zu vier Spielsteine aufeinander gelegt werden, wodurch sich der Linienverlauf dramatisch ändern kann.
Laut Aussage unserer bisherigen Kunden ist das Spiel ohne weiteres von 5-jährigen zu erlernen. Aber wenn zwei Profis aufeinander treffen, kann man durchaus Dampfwolken aus ihren Ohren kommen sehen.
Eynsteyn ist geeignet für 2 Spieler, ab 8 Jahren.
Eynsteyn Spielanleitung 3.9 MB
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